Die Nacht in der Fährenkabine war nicht gerade die erholsamste aber immer noch besser als irgendwo auf dem Deck in einem Stuhl oder am Boden auf der Isomatte zu schlafen. Im Fahrpreis inbegriffen war sogar ein Zmorgen. Also rasch ein paar Brote und Cornflakes geholt und dann ab aufs Autodeck, denn um 7.50 Uhr legten wir bereits in Bari an.
Kaum waren wir wieder vom Bord, gings auf der Autostrada Richtung Napoli, quer durch den „Stiefel“ an die andere Küste.
Kurzerhand entschieden wir unterwegs bereits heute den Vesuv zu besuchen. Am Ende der Strasse unter dem Gipfel erwartete uns allerdings das grösste Verkehrschaos der Menschheitsgeschichte. Unzählige Busse und Grossraumtaxis hatten die gleiche Idee und so fuhren wir wieder ein Stück runter, um parkieren zu können und marschierten den Rest zu Fuss wieder hoch. Von dort gings dann immer weiter hoch bis auf den Kraterrand, auf welchem man wunderbaren einen Blick in und um den Vulkan hat.
Wieder auf Meereshöhe stellten wir unseren Camper auf dem Campingplatz Zeus ab, welcher nur 200m vom Eingang der Ruinen von Pompeji entfernt liegt. Und so machten wir am späten Nachmittag noch einen Abstecher in die Antike. Wir staunten nicht schlecht, wie gross die ganze Anlage war. Leider muss man sich immer mehr mit dem Erhalt der bestehenden Ausgrabungen befassen als neue Teile auszugraben, da man in den vergangenen 250 Jahren nicht immer so sorgfältig war, wenn man wieder etwas entdeckt hat. Und leider sind die Rekonstruktionen heute auch teilweise schon baufällig, so dass vielerorts Absperrgitter und „Achtung Baustelle“-Zeichen zu sehen sind.
Für den kommenden Tag haben wir mal ein Mietwagen geordert (bei „a local company“ wie der Herr an der Rezeption erklärt hat), damit wir die Amalfiküste besuchen können.




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